» Buchsbaumgewächse

Buchsbaum

Buxus sempervirens (griech. pyxos = fest, lat. sempervirens = immerlebend)
Familie Buxaceae (Buchsbaumgewächse)

Der Buchsbaum wächst als bis ein Meter hoher Strauch oder ein bis sechs Meter hoher Baum mit Vorliebe an warmen, trockenen Stellen. An den Boden stellt er keine besonderen Ansprüche, denn er gedeiht sowohl auf Kalk als auch auf sog. Urgestein (Kristallin). Sein Verbreitungsgebiet ist Süd- und Mitteleuropa in der Ebene und ins Gebirge – je nach Klima – aufsteigend. Am Olymp in Griechenland ist er noch in 2000 m Höhe anzutreffen. Der immergrüne Buchsbaum, der extrem langsam wächst, wurde zum Symbol des ewigen Lebens. Er wurde gerne auf Friedhöfen angepflanzt und ist auch Bestandteil der „Palmbuschen“, die zu Ostern in der Kirche geweiht werden, und dann in die Felder gesteckt, für Fruchtbarkeit sorgen sollen. Weil ihm in Österreich so stark nachgestellt wurde, ist er „wild“ kaum mehr anzutreffen und musste unter Naturschutz gestellt werden.

Der Buchsbaum verträgt den Schnitt sehr gut und lässt sich gärtnerisch formen. Seine vegative Vermehrung ist relativ einfach. Man steckt im Frühling einen jungen Zweig in die Erde, der sich dann anwurzelt. Diese Eigenschaften haben ihm in der Barockzeit zu einer Karriere als Gartenskulptur und Beeteinfassungen verholfen.

Die ovalen, glänzend grünen bis 3 cm langen Blätter sind am Rand löffelartig gewölbt und tragen längs des Hauptnervs helle Pünktchen. Sie verströmen einen typischen Duft, der von manchen als angenehm – von anderen als unangenehm empfunden wird. Blüten erscheinen im April in Knäueln in den Blattachseln und sind ziemlich unscheinbar gelblich. Sie haben aber eine interessante Eigenschaft. Sie sind nämlich eingeschlechtlich. Der Baum ist aber einhäusig. Eine weibliche Blüte am Zweig wird immer von mehreren (fünf oder sechs) männlichen Blüten umgeben.

Der Buchsbaum wird schon bei antiken Schriftstellern erwähnt und war seit jeher Heilmittel in der Volksmedizin. Er wurde gegen Malaria, Rheuma, Gicht und bei Geschlechtskrankheiten angewendet. Tatsächlich enthalten die Blüten und die junge Rinde das Alkaloid Cyclobuxin, das Erbrechen, Durchfälle und Krämpfe verursachen kann. Zu Vergiftungserscheinungen kommt es aber praktisch nur bei falscher Anwendung (Überdosierung) in der Volksmedizin. Das im Splint hellgelbe und im Kern rötlichgelbe Holz ist sehr hart. Es eignet sich als Holz für höchste Beanspruchungen, wie z.B. für Druckstöcke. Auch für Drechsler- und Intarsienarbeiten wird es verwendet.