» Ahorngewächse

Berg-Ahorn

Ácer pseudo-plátanus L. (lat. Ácer = Gattungsname, griech. pseudo-plátanus = falsch, unechte Platane)

Spitz-Ahorn

Ácer platanoides L. (griech. platanoides = platanenähnlich)

Feld-Ahorn

Ácer campéstre L. (lat. campéstre = auf dem Felde wachsend)
Familie Áceráceae (Ahorngewächse)

Ahornbäume sind in Europa bis zum Ural, in Kleinasien und manche Arten bis nach China verbreitet. Die Familie der Ahorngewächse ist sehr artenreich. In Nordamerika wächst der Zuckerahorn (Ácer sáccharum), aus dessen Saft heute noch Zucker gewonnen wird, sowie der in den USA beliebte Ahornsirup. Die meister Ahornarten sind prachtvolle großkronige Bäume, die bis zu 30 m hoch werden können. Berühmt ist die herbstliche Färbung des Ahornlaubes. So macht der Berg-Ahorn mit seinen lohgelben Blättern die trübe Zeit zu einem goldenen Herbst.

Ahornbäume waren in Europa schon vor den Eiszeiten heimisch. In den Pfahlbausiedlungen finden sich viele Gebrauchsgegenstände und Werkzeuge aus Ahornholz. Der älteste in Dänemark gefundene Holzpflug wurde aus dem Holz des Spitz-Ahorns gefertigt.

Besonders das Holz des Berg-Ahorns wird von den Tischlern noch heute sehr geschätzt. Es ist auffallend weiß und glänzend. Man verwendet es für die Seitenwände von Streich­instrumenten, für Möbel, Drechslerarbeiten, Schnitzereien, für Parkettböden, aber auch für hölzerne Wagenräder. Der Saft der Ahornbäume ist zuckerhaltig (bis zu 3 %) und kann im Frühjahr durch Anschneiden der Rinde gesammelt werden. Ein angeritzter Baum kann in zwei Wochen im März täglich 12 Liter Saft liefern.

Die Blätter der Ahornbäume haben eine markante Form, die sogar schon Dichter ins Schwärmen gebracht hat. „Dein Lachen ist schön wie gezackte Ahornblätter im Wind.“ (G.Ebner)

Die Blätter der drei hier beschriebenen Ahornarten sind handförmig, fünflappig, ungleich gekerbt gesägt, auf der Oberseite etwas dunkler grün und auf der Unterseite manchmal leicht flaumig. Trotzdem bestehen bei den einzelnen Arten kleine Unterschiede. Siehe Bilder!

Bei der Samenverbreitung setzen die Ahornbäume auf den Wind. Einsamige kleine Nüsschen sind mit einem Flügel verwachsen. Je zwei Flügel sind miteinander verbunden, im Reife­zustand zerfallend.

Der Schwerpunkt des Flügels ist so gelagert, dass der Wind ihn wie einen Propeller dreht und er sich weit vom Mutterbaum wegbewegen kann.

Die Blüten der Ahornbäume hängen an endständigen Trauben, sind klein, fünfblättrig und unscheinbar gelbgrün. Sie werden sowohl vom Wind als auch von Insekten bestäubt und sind daher eine Übergangsform zwischen den beiden Bestäubungsmethoden.

Die Blüten erscheinen kurz vor oder mit den Laubblättern im April oder Anfang Mai. Ahornbäume haben manchmal durch Verkümmern eingeschlechtliche Blüten auf einem Baum.