» Rettung nach einer Schussattacke

Ferdi mit seinen Katzenkumpels, die wie er aus dem Linzer Tierheim kommen
Als Schussopfer wurde Ferdi im Februar letzten Jahres von der Tierrettung ins Linzer Tierheim gebracht. Er war furchtbar kratzbürstig und die Vermutung, es handle sich um eine Wildkatze war dadurch naheliegend. Aber nach der ersten Untersuchung hat sich herausgestellt, dass er offenbar sehr starke Schmerzen haben musste, denn der Befund war, ein gebrochener Unterkiefer und ein Projektil eines Luftdruckgewehres steckte in seinem Unterkiefer fest.
In den folgenden Operationen wurde das Projektil entfernt und der Unterkiefer fixiert. Einige Zähne mussten gezogen werden und die erste Zeit durfte Ferdi nur Flüssignahrung zu sich nehmen.
Aber zum Glück ist alles schön verheilt und mit den besonderen Streicheleinheiten, die er im Tierheim genossen hat, ging es bald auch mit seinem gesamten Wohlbefinden bergauf und er war bereit für ein neues Zuhause.
Übrig geblieben ist noch die Behandlung der Atemwege und das tägliche Säubern und Eintropfen der Augen, wobei das nach kurzer Einschulung durch die Tierärztin einfach zum Handhaben war.
Seit Ende April 2011 ist Ferdi nun bei uns ein Familienmitglied.
Anfangs war Ferdi noch sehr schreckhaft und misstrauisch und es hat etwas gedauert, bis er sich in der neuen großen Umgebung frei bewegen wollte.
Nach ein paar Wochen hat Ferdi sein Vertrauen gefunden und wurde immer verspielter und verschmuster. Manchmal geht er in den Garten, bleibt aber in greifbarer Nähe. Am liebsten kuschelt er sich ganz nahe an sein Frauchen.
Das Röcheln, aufgrund der Probleme der Atemwege, ist nach und nach fast verschwunden und lediglich seine Augen sind manchmal noch pflegebedürftig.
Ferdi ist aus unserer Familie nicht mehr weg zu denken und wir sind glücklich, dass er den Schussangriff überlebt hat. Ein besonderes Dankeschön geht an die Tierärztin Mag. Rathei-Stifter, die ihm durch die Operationen die Chance zu einem zufriedenen Katzendasein ermöglicht hat.