» Wüstenrennmaus oder Gerbil

Wüstenrennmäuse kommen ursprünglich aus den Steppen der Mongolei. Sie sind tag- und nachtaktive Tiere und werden 3-5 Jahre alt.
 

Grundbedürfnisse der Wüstenrennmaus

  • nagen
  • graben
  • verstecken

Haltung

Wüstenrennmäuse sind soziale Tiere und leben stets in der Gruppe. Sie fühlen sich wohl wenn die Unterkunft gut strukturiert ist, das heißt mehr Etagen besitzt, sowie Kletter-und Versteckmöglichkeiten vorhanden sind.

Die neugierigen, aktiven Tiere mögen alles wo man durchschlüpfen kann und sie knabbern sehr gerne. Der Bodenbereich soll am besten höher eingestreut werden, damit sich die Tiere verstecken können und unbedingt muss Chinchillasand zum Sandbaden für die Fellreinigung bereit gestellt werden. Als Einstreu eignen sich staubfreie Sägespäne, Stroh oder Naturstreu.

Der Käfig wird mind. 60 cm vom Boden frei von Zugluft aufgestellt und natürlich regelmäßig gereinigt. Enge Stäbe sind notwendig, da die Tiere ansonsten durchschlüpfen.

  • Mindestmaß Gitterkäfig für zwei Tiere: 60 x 40 x 50 cm (LxBxH)
  • Mindestmaß Terrarium für zwei Tiere: 80 x 50 x 50 cm

Hier gilt: Je größer die Tierunterkunft umso besser für die Tiere.


Nahrung

Wüstenrennmäuse nehmen den ganzen Tag über ihre Nahrung auf, darum müssen die geselligen Tiere ständig zu Futter kommen. Gutes Heu muss immer in ausreichender Menge verfügbar sein. Ebenso gibt man den Tieren Grünfutter und eine Körnermischung aus dem guten Fachhandel, täglich kleine Mengen an Karotten, Äpfel und anderem Gemüse werden gegeben. 2 x wöchentlich erhalten die Nager tierisches Eiweiß in Form von Joghurt.

Frisches Wasser muss jederzeit verfügbar sein.


Gesundheit

Eine Wüstenrennmaus ist gesund, wenn sie sich flink bewegt und neugierig verhält. Da die Zähne der Tiere ständig nachwachsen, müssen diese regelmäßig kontrolliert werden. Das Fell ist glatt, Augen und Nase sind sauber. Material zum Nagen muss immer verfügbar sein. Hierfür eignen sich Zweige von Obstbäumen.
Wüstenrennmäuse dürfen nie am Schwanz hochgehoben werden, da die Haut reißen kann und der Schwanz dann abfällt.


Vermehrung

In der freien Natur haben diese Tiere viele Feinde, darum müssen sie sich sehr schnell und zahlreich vermehren um ihren Bestand zu halten. In der Heimhaltung ist es daher ratsam, die Männchen unbedingt kastrieren zu lassen, da die Wüstenrennmäuse nach einer Tragezeit von 3 Wochen bis zu 10 Junge bekommen können.


Besondere Überlegungen zur Anschaffung

  • Gerbils sind Gruppentiere, daher ist Einzelhaltung absolut tabu.
  • Diese Nager sind auch nachtaktiv.
  • Wüstenrennmäuse gehören in kein Kinderzimmer wo es manchmal laut ist.


Damit sich diese Nager bei Ihnen wohlfühlen, sollten Sie als Wüstenrennmaushalter geduldig sein und viel Spaß am Gestalten und beobachten haben.