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Man soll bedenken, dass die anhänglichen aber oft eigenwilligen Tiere manchmal ein Alter von über 20 Jahren erreichen können. Ihre Sinne sind von Natur aus auf Erkunden, Jagen und Beutemachen ausgerichtet, sie sind von daher reviergebundene Tiere.

Wird die Katze in der Wohnung gehalten, so muss für reichlich Abwechslung und Anreiz im Alltag gesorgt werden.
 

Bevor eine Katze einzieht muss folgendes bedacht werden:

  • Sind alle Familienmitglieder frei von Katzenhaarallergie?
  • Bin ich bereit meine Wohnung katzengerecht umzugestalten?
  • Gibt es einen Platz für die Katzentoilette?
  • Habe ich immer wieder zwischendurch Zeit mich mit der Katze zu beschäftigen?

Haltung

Die Katze braucht um sich bei Ihnen wohl zu fühlen ein soziales Umfeld und die Möglichkeit sich auch in erhöhten Ebenen aufhalten zu können. Als Grundausstattung eignet sich ein Kratzbaum mit mehreren Liegeflächen, eine Futter- und Wasserschüssel, eine Katzentoilette, für den Tierarztbesuch einen Katzentransportkorb und für Katzen in Wohnungshaltung zusätzlich Katzengras.


Achtung!

Unbedingt zu vermeiden sind gekippte Fenster, da sich die Katze, die nach draußen will sehr schwer verletzen kann. Zudem sind an alle Fenster Fensterschutznetze oder Gitter anzubringen.

Damit den Wohnungskatzen nicht langweilig wird, muss ausreichend Beschäftigungsmaterial und Spiel angeboten werden. Bei Berufstätigkeit sollten immer mindestens zwei Katzen gehalten werden, da einzeln gehaltene Tiere oft vereinsamen. Jungkatzen sollen 10 Wochen beim Muttertier bleiben dürfen. Ebenso wichtig, besonders in Familien mit Kindern sind Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere. Kleinkinder sollen mit Katzen nicht alleine gelassen werden.

Ernährung

  • Jungkatzen werden 3-4 x täglich mit eigens für Jungtiere abgestimmtem Futter ernährt.
  • Erwachsene Katzen werden 2 x täglich mit ihrem Alter entsprechender Vollnahrung gefüttert. Hier ist auf Qualität und geschmackliche Vorlieben Rücksicht zu nehmen.
  • Die Futterstelle und die Katzentoilette müssen örtlich von einander getrennt sein.
  • Wasser muss immer frisch bereit stehen.

Vorsicht!

Einseitige Ernährung, zum Beispiel Fütterung nur mit Innereien, kann Mangelerscheinungen zur Folge haben.

Angebrochenes Dosenfutter nie kalt aus dem Kühlschrank füttern, Tiernahrung soll immer Raumtemperatur haben, da ansonsten Magenverstimmung und Durchfall auftreten kann. Ebenso wird Milch von Katzen sehr schlecht vertragen.


Gesundheit

Damit die Katze nicht durch Wurm-und Parasitenbefall belastet wird, muss sie 4 x jährlich entwurmt werden und entsprechende Mittel gegen Flohbefall erhalten. Eine jährliche Impfung gegen Seuche und Katzenschnupfen ist unbedingt anzuraten.


Fortpflanzung

Die Kastration von Katzen in privater Haltung ist gesetzlich verpflichtend.

Bei Geschlechtsreife (ab dem 7. Monat) müssen Katzen unbedingt kastriert werden, da Kater beginnen sehr geruchsintensiv zu markieren und weibliche Katzen gefährdet sind, Erkrankungen an der Gebärmutter zu bekommen und natürlich ganz wesentlich, um eine Nachzucht zu verhindern.