» Chinchilla

Chinchillas stammen aus den Hochgebirgen Südamerikas. Sie sind an die großen Temperaturschwankungen und kargen Futterbedingungen dort angepasst. Feuchtigkeit können sie dagegen überhaupt nicht vertragen, ihr Pelz ist zwar dicht jedoch nicht wasserabweisend.

Diese Nager sind dämmerungs-und nachtaktiv und können bei guter Haltung ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen.
 

Grundbedürfnisse der Chinchillas

  • nagen
  • gesellig sein
  • verstecken

Haltung

Chinchillas sind scheue aber sehr gesellige Tiere und Leben in der Natur in Gruppen zusammen.

Laut Tierschutzgesetz müssen in der Heimhaltung Chinchillas mindestens paarweise gehalten werden. Da die Nager einen sehr großen Bewegungsdrang haben, sollte der Käfig so groß wie möglich und entsprechend hoch sein, sowie Sitzbretter in verschiedenen Ebenen haben und 60 cm über dem Boden, trocken, zugfrei und ruhig aufgestellt werden. Das Mindestmaß der Tierunterkunft für zwei Tiere beträgt 120 x 80 x 100 cm (L x B x H).

Futternäpfe aus Ton, Schlafhäuschen wo alle Tiere gemeinsam Platz finden, eine Wassertränke und ein Sandbad für die Fellpflege gehören zur Grundausstattung.

Als Einstreu verwendet man staubfreie Sägespäne oder Stroh.

Da Chinchillas keine Feuchtigkeit und keine Zugluft vertragen, sind sie für eine Haltung im Freien ungeeignet.


Nahrung

Chinchillas sind Pflanzenfresser, die sich in ihrer Heimat von sehr kargem Gras ernähren. Deshalb bildet in der Heimhaltung frisches Heu mit Kräutern die Grundlage ihrer Ernährung.

Zusätzlich kann in kleinen Mengen Chinchilla-Fertigfutter gegeben werden. Als Leckereien kann man Wiesenkräuter oder Hagebutten geben.

Wasser muss immer frisch angeboten werden.


Gesundheit

Da Chinchillas einen sehr empfindlichen Darm haben, muss das Futter immer von erster Qualität sein. Nüsse oder Sonnenblumen sollen wegen zu hohem Fettgehalt nicht gegeben werden.

Sehr gute Käfighygiene ist wichtig um Pilzerkrankungen zu vermeiden.
Auf keinen Fall darf für das Sandbad ein Vogelsand verwendet werden, dieser würde durch die Muschelanteile die Haare abschneiden, anstatt sie zu pflegen.

Zur Abnutzung der ständig wachsenden Zähne gibt man Äste von Hasel oder Obstbäumen.
Die Tiere dürfen niemals am Schwanz gehalten werden, da dieser abreißen kann.

Hält man Chinchillas, so ist es ratsam die Böckchen mit fünf Monaten kastrieren zu lassen, ansonsten stellt sich schnell Nachwuchs ein und in den meisten Fällen wird die gemeinsame Unterkunft für weitere Tiere viel zu klein.


Besondere Überlegungen zur Anschaffung

  • Chinchillas sind Gruppentiere, man hält sie immer mindestens paarweise
  • Chinchillas vermehren sich sehr gerne, daher rechtzeitig Vorsorge treffen
  • Findet sich ein geeigneter Platz für den großen Käfig?
  • Man muss bedenken, dass die Tiere auch nachtaktiv sind
  • Sind alle Familienmitglieder frei von Heuallergie?


Als Halter von Chinchillas hat man Freude am Beobachten und Gestalten der Tierunterkunft. Chinchillas sind von Natur aus scheu und können, etwa bei Stress, wenn man sie grob anfasst, ihr ganzes Fell auf einmal verlieren.

Mit viel Geduld und Zuwendung gelingt es durch das Geben von Leckerchen die Tiere an die Hand zu gewöhnen. Auf zwanghaftes Festhalten soll bei Chinchillas gänzlich verzichtet werden, da die Tiere das gewonnene Vertrauen wieder verlieren würden.