» Katzenkrankheiten

Mit der Übernahme einer Katze aus unserem Tierheim haben Sie einen Stubentiger erhalten, für dessen Gesundheit bereits einiges getan wurde. Ihr Tier wurde von unserem Tierärzte-Team betreut, entwurmt, entfloht, geimpft und vielleicht auch bereits kastriert.

Bedingt durch die hohe Zahl an Tieren, die wir zu betreuen haben, steigt leider auch das Risiko von Infektionskrankheiten. Ihr Tier wurde vor der Übernahme nochmals durch unsere Tierärztin untersucht und für gesund befunden. In Ausnahmefällen kann es aber durch die Umstellung auf ein neues Zuhause und den damit verbundenen Stress zum Ausbruch von Krankheiten kommen. Zeigt Ihr Tier in den ersten 14 Tagen Anzeichen einer Krankheit, vereinbaren Sie bitte sofort einen kostenlosen Behandlungstermin unter 0732/ 247887.

In einigen Fällen kommt es vor, dass eine Katze eine Viruserkrankung in sich trägt, die erst nach einigen Monaten ausbricht. Durch Impfungen, die Sie regelmäßig auffrischen müssen, sowie gegebenenfalls Laborunter­suchungen ver­suchen wir die Tiere bestmöglich zu schützen. Trotzdem kann es bedauerlicher­weise vor­kommen, dass Ihre Katze sich bereits mit einem tödlichen Virus infiziert hat, der unter Ihrer Obhut ausbricht.
 

Über die wichtigsten und gefährlichsten Virus-Erkrankungen lesen Sie im Folgenden:
 

FIP (Feline Infektiöse Peritonitis)

Die Bauchfellentzündung FIP wird durch das Feline Coronavirus ausgelöst, das beinahe jede Katze in sich trägt. Bei einem geringen Prozentteil der Katzen mutiert dieses Virus und führt zum Ausbruch der tödlichen FIP.

FIP beginnt mit verminderter Futteraufnahme, Abmagerung sowie wiederkehrendem, therapie­resistentem Fieber. Die sogenannte feuchte Form der FIP äußert sich durch Flüssigkeits­ansammlungen in der Bauchhöhle, die trockene Form der FIP ist schwieriger zu diagnostizieren, beginnt aber meist mit knotigen Veränderungen.
Dadurch, dass die Felinen Coronaviren bei fast jeder Katze zu finden sind, ist es uns leider nicht möglich vorauszusagen, ob der Virus in Folge mutieren wird oder nicht. Bitte haben Sie dafür Verständnis – wir sind jedenfalls bemüht, Ihnen ein gesundes Tier zu übergeben, mit dem Sie eine lange glückliche gemeinsame Zeit verbringen können.


FeLV (Feline Leukemia Virus, Leukose)

Erkrankungen zeigen sich in Tumoren, als Folge der Abwehrschwäche sind die Katzen für sonst harmlose Erreger sehr anfällig.
Die daraus folgenden Entzündungen können alle möglichen Organe angreifen und lassen sich nicht oder nur kurzfristig behandeln.
Es gibt eine wirkungsvolle Impfung, eventuell kann zuvor ein Bluttest gemacht werden, um abzuklären, dass das Tier nicht bereits infiziert ist.


Katzenschnupfen

Beginnt in der Regel mit Niesen, gefolgt von einem zunächst klaren Nasen- und Augen­ausfluss, der schnell schleimig und eitrig wird. Hinzu kommen Fieber, Niedergeschlagenheit und Appetitlosigkeit. Die Nasenlöcher verkleben und die Katze atmet nunmehr durch den Mund, wodurch die Infektion tiefer gelegene Abschnitte des Atmungsapparates ergreift. Husten ist die Folge, schmerzhafte Geschwüre in der Maulhöhle.
Nicht rechtzeitig behandelt führt der Katzenschnupfen nicht selten zum Tod. Die Ansteckung erfolgt direkt von der erkrankten Katze.

Es gibt eine gute Impfung, die kombiniert ist mit der gegen Katzenseuche.


Katzenseuche (Panleukopenie)

Die Panleukopenie ist eine häufig tödlich verlaufende, virusbedingte Katzenkrankheit. Ihr Erreger ist ein Virus, das in der Außenwelt extrem widerstandsfähig ist und Jahre überleben kann.
Die Seuche wird daher nicht nur durch direkten Kontakt mit einem kranken Tier übertragen, sie kann auch vom Menschen mit dem Schuhwerk, der Kleidung, den Händen oder mit Gegenständen, die für mehrere Katzen benutzt werden, eingeschleppt werden.
Erste Symptome sind Appetitlosigkeit, hohes Fieber, allgemeine Unlust, massives Erbrechen, schwerer Durchfall. Die Folgen sind rasche Austrocknung sowie ein deutlich sichtbarer Verfall, der letztlich zum Tod führt.

Die Behandlung der Katzenseuche ist sehr aufwendig und nicht immer erfolgreich.


FIV (Felines Immundefizienz Virus, Katzenaids)

Häufig beobachtete Symptome sind Schnupfen, Zahnfleischentzündungen, schlecht heilende Wunden der Haut, Fieber, vergrößerte Lymph­knoten und Durchfall.
Dadurch, dass die geschwächte Katze sehr anfällig ist für Infektionen, endet diese Krankheit langfristig immer tödlich. Ein wirksamer Impfstoff ist noch in Entwicklung.
 


Neben diesen viralen Erkrankungen gibt es noch einige weitere unerfreuliche Krankheiten:

 

Würmer

Vor allem wenn Ihre Katze ins Freie gelangt, sollten Sie sie regelmäßig alle 3 Monate entwurmen. Beim Tierarzt oder in der Apotheke erhalten Sie Tabletten, Pasten oder Pipetten.


Flöhe

Auch die bestgepflegte Katze kann von Flohbefall geplagt werden. Beim Tierarzt oder in der Apotheke gibt es wirksame Mittel zum Auftropfen. Von Halsbändern raten wir aufgrund der Strangulationsgefahr ab.


Ohrmilben

Schüttelt Ihre Katze häufig den Kopf, könnte sie unter Milben oder einer Entzündung leiden. Lassen Sie die Symptome unbedingt von einem Tierarzt abklären.


Hautpilzerkrankungen

Typisch ist der kreisrunde Haarausfall. Unter einer UV-Lampe fluoresziert die befallene Stelle. Pilzerkrankungen sind auf den Menschen übertragbar. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt unbedingt sofort nach Entdecken einer kahlen Stelle beraten.