» Ein Hund aus dem Tierheim

Als sozial lebendes Tier braucht jeder Hund einen Partner an seiner Seite. Jene Hunde, die aus ihrem Rudel gerissen wurden, verkraften diesen Verlust leichter, wenn sie die Chance erhalten, sich in eine neue Familie zu integrieren. Auch wenn es im Tierheim bewährte Aktivitäten für unsere Hundeschützlinge gibt und unsere Mitarbeiterinnen und auch unsere Spaziergeher sich fürsorglich um jeden von ihnen kümmern, so ist ein geeigneter Platz bei einer hundefreundlichen Familie durch nichts zu ersetzen.

Jeder Hund, egal woher, hat seine eigene Geschichte. Es liegt ganz bei Ihnen, ob Sie sich für einen Hund entscheiden, der nur kurze Zeit im Heim verbracht hat oder ob Sie vielleicht einen Hund nehmen, der schon länger ohne Familie ist.

Aus langjähriger Erfahrung gibt dieser Aspekt jedoch kaum darüber Auskunft, welche Herausforderungen bei der Haltung zu erwarten sind. Vielmehr kommt es darauf an, dass Sie dem neuen Familienmitglied die Anpassung an sein Leben mit Ihnen erleichtern. Er soll lernen, was Sie von ihm erwarten und was er von Ihnen erwarten darf. Damit diese gegenseitige Annäherung möglichst reibungslos klappen wird und sich Ihr zukünftiger Hundefreund auch so richtig wohl bei Ihnen fühlt, haben wir hier für Sie hilfreiche Informationen zusammengestellt.


Welches Temperament soll mein Hund haben?

  • Wie groß darf der Hund sein, damit er in meinen Lebensraum passt?
  • Soll es ein Rüde oder eine Hündin werden?
  • Möchte ich einen Hund mit Langhaar- oder Kurzhaarfell?
  • Welches Alter soll mein künftiger Hund haben?

Mit diesen Überlegungen wollen wir an die künftige Hund und Halterbeziehung herangehen.
Großen Wert bei der Hundevermittlung legen wir, dass Mensch und Hund gut zueinander passen. Hier spielen das Temperament, das Alter, die Größe und auch bei Mischlingshunden die speziellen Bedürfnisse der vorherrschenden Rasse eine große Rolle.


Gassi-gehen um sich Kennen zu lernen

Hunde zeigen ihren individuellen Charakter erst, wenn sie alleine sind. Von daher empfiehlt es sich, sich Zeit zu nehmen und den Hund vorerst einige Male zum Spazieren gehen und für Ausflüge abzuholen. Der Hund wird vertraut mit Ihnen, sieht Sie jedoch noch als willkommene Abwechslung im Hundealltag. Je besser Sie den Hund vor der Übernahme kennen, umso sorgenfreier werden die ersten Tage bei Ihnen zu Hause ablaufen.


Die ersten gemeinsamen Tage

Nie wieder ist Ihr Hund so sensibel und offen für Ihre Wünsche als in den ersten Tagen bei Ihnen zu Hause. Für Ihren Hund ist jetzt alles neu, er ist unsicher und schöpft aus Ihren erworbenen Kenntnissen über Hundehaltung.

Was Ihr Hund jetzt braucht, sind feste faire Regeln, die ihm Sicherheit geben und das Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Liebevolle Konsequenz soll ihn anleiten.
Zeigen Sie ihm seinen Schlafplatz, seinen Futterplatz, gehen Sie gleich eine kurze Runde spazieren, damit er die Umgebung seines neuen Reviers kennen lernt.

Ihr Hund will jetzt sooft es geht in Ihrer Nähe sein. Jetzt ist die Phase wo das Vertrauen gestärkt wird. Nehmen Sie den Hund mit, wo immer es möglich ist. Ihr Hund ist gerade dabei, Ihnen gefallen zu wollen und er wird prüfen was er von Ihnen erwarten kann.
Reden Sie viel mit Ihrem Hund, damit er Ihre Stimmungen wahrnehmen kann und weiterhin Vertrauen aufbauen kann.
Wenn Sie an diesem Punkt mit Ihrem neuen Familienzuwachs angelangt sind, haben wir bereits im Tierheim schon ausführlichste Gespräche geführt und wir sind zuversichtlich, dass Sie und Ihr Hund mit unserer Hilfe ein gutes Zusammenleben haben werden.


Grundausstattung für Hunde:

  • 1 Körbchen nicht zu groß und nicht zu klein mit gemütlicher Decke
  • einige ausgesuchte Spielsachen
  • 1 passendes Brustgeschirr und Halsband
  • 1 kurze und 1 lange Leine
  • je nach Fell, geeignete Bürsten
  • dem Alter und der Rasse angepasstes Qualitätsfutter
  • 2 der Größe des Hundes entsprechende Futterschüssel
  • im Auto ein Hundeschutzgitter